Informationendirekt von der SWM AG

"Die Preise hatten sich entkoppelt" sagt Benjamin Summa vom Münchner Goldhandelshaus pro aurum. In normalen Zeiten lägen die Aufschläge für physisches Gold auf den Börsenpreis ungefähr in einer Größenordnung von 2% berichtet Josef Tufan vom Betreiber der Internet-Seite www.gold-preisvergleich.de. In den Jahren 2008 und 2009 habe man zeitweise Aufschläge von 7-8%, gehabt für kleinere Menge auch mal 10%. Jetzt in den vergangenen Wochen aber hätten sie zeitweise bei 15 und im Extremen bei 35% gelegen. Mittlerweile hat sich das aber alles wieder beruhigt.

Zusätzlich gilt noch, dass bei kleineren Goldmengen das Aufgeld zumindest relativ größer ist als bei größeren. Hier sind Privatanleger also häufig etwas benachteiligt, weil sie tendenziell kleinere Mengen abnehmen als Großinvestoren oder der Großhandel, die für ihre Geschäfte dichter am Börsenpreis liegen.

Dies ist eines der wichtigsten Argumente der SWM AG: Auch ein Kleinmengenanleger wird über die von der SWM AG bei der RHK AG georderten Mengen von den Großhandelspreisen profitieren.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor beim Kauf von physischem Gold ist neben dem Preis und dem Transport auch die Lagerung. Wer das Gold nicht so gern in der Schublade oder unter dem Kopfkissen aufbewahren will und daheim auch nicht über einen Hochsicherheitstresor verfügt, ist in der Regel auf ein Schließfach angewiesen. Die Kosten liegen hier je nach Bank und Größe des Fachs zwischen dreißig und mehreren hundert Euro im Jahr.

Die meisten Privatanleger, die physisches Gold kaufen, treibt ohnehin nicht das Spekulationsmotiv. Es ist der Wunsch, sich gegen Unwägbarkeiten oder gar Katastrophen abzusichern. Unlängst beim Börsensturz wegen der Corona-Krise fiel der Goldpreis zwar kurzfristig auch mit, aber schon bald zeigte das Gold durchaus eine gewisse Ausgleichsfunktion. Auch der Wunsch nach Schutz vor Inflation ist für manche ein Grund, Gold zu kaufen. Bislang allerdings sorgte die Krise dafür, dass die Inflation noch außergewöhnlich niedrig ist.

Zitiert nach FAZ vom 12.5.2020 Nr. 110 Seite 23

Blickt man auf die vergangenen 10 Jahre zurück und nimmt nun die Krisen einerseits und die Entwicklung der Preise der Edelmetalle andererseits in den Focus, lässt sich leicht nachvollziehen, dass Edelmetalle – vor allem Gold – als sicherer Hafen angesehen werden. 2011 Allzeithoch, 2013 zweithöchster Stand, 2016 dritthöchster Stand im Schnitt der Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium und derzeit fast wieder ein neuer Höchststand. Grund – natürlich - die Corona-Panik und damit stellt sich die Frage bei den höchsten Zuflüssen an Gold-ETF: Können die ETF-Schuldner (in der Regel Banken) diese Zuflüsse überhaupt verkraften, d.h. wären die Banken bei einer massiven Rückforderung der ETF-Anleger überhaupt in der Lage, dieser nachzukommen? Längst ist bekannt, dass ETF’s "überbucht" sind, also nicht in physischem Material zurückerstattet werden können. Dieses Problem hat sich nochmals verschärft. Die Alternative kann also nur lauten: Edelmetalle nur in physischer Form zu erwerben und nicht in Form eines Papiers, das durch physisches Material gedeckt zu sein verspricht, was aber schon rein mengenmäßig bei zeitgleichem Abruf gar nicht möglich ist. Als sicherer Hafen kann also nur das haptische – anfassbare – Edelmetall bezeichnet werden.

08. März 2020